Einkommen
Progressionsstufen und ein steuerfreies Basiseinkommen
Reformen haben in den zurückliegenden Jahren in Österreich dafür gesorgt, dass das österreichische Steuerwesen für Menschen mit geregeltem Einkommen gegenüber dem deutschen Steuerwesen klare Vorteile birgt und einfacher strukturiert ist. Jeder zieht aus der im Jahr 2005 gesenkten Einkommenssteuer große Vorteile.
Seit den Reformen gibt es in Österreich nur noch drei Progressionsstufen mit folgenden Grenzsteuersätzen:
38,33 %: für Einkünfte zwischen 10.000 und 25.000 Euro
43,60 %: für Einkommen zwischen 25.000 und 51.000 Euro
50,00 % für Einkommen über 51.000 Euro jährlich.
Ein bestimmtes Basiseinkommen bleibt bei jedem unbeschränkt Steuerpflichtigen in Österreich steuerfrei. Das steuerfreie Basiseinkommen beträgt bei Arbeitnehmern jährlich mindestens 10.900 Euro und bei Selbständigen 10.000 Euro. Von dem steuerfreien Grundeinkommen muss die sozialversicherungspflichtige Geringfügigkeitsgrenze unterschieden werden. Sie lag im Jahr 2007 in Österreich bei 341,16 Euro, was einem Jahresbetrag von 4.094 Euro entspricht. Als uneingeschränkt steuerpflichtig gilt in Österreich jeder, der hier seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Diese unbeschränkte Steuerpflicht hat zur Folge, dass alle inländischen und ausländischen Einkommen in Österreich versteuert werden müssen.
Steuern auf Einkommen
Generell wird auch in der Alpenrepublik Österreich zwischen der Lohnsteuer und der Steuer auf Einkommen unterschieden. Arbeitnehmer und Pensionaten bezahlen dabei Lohnsteuer und Selbständige Einkommenssteuer. Die Steuerformen unterscheiden sich lediglich in der Form der Erhebung. Der Steuertarif ist bei beiden Steuerarten gleich. So wird die Lohnsteuer vom Arbeitgeber direkt an das Finanzamt abgeführt, die Erklärung zur Einkommenssteuer muss dagegen einmal jährlich von jedem Steuerpflichtigen beim Finanzamt abgegeben werden. Aufgrund dieser Erklärung wird die Einkommenssteuer erhoben und dann dem Steuerpflichtigen gemeinsam mit dem Einkommenssteuerbescheid übermittelt.
Arten von Einkommen
Das österreichische Einkommenssteuergesetz kennt dabei gleich sieben Arten von Einkommen:
Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft
Einkommen aus selbständiger Arbeit
Einkommen aus Gewerbebetrieben
Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit
Einkommen aus Kapitalvermögen
Einkommen aus Vermietung und Verpachtung
Sonstige Einkünfte wie Leibrenten, Entgelte für Funktionäre von öffentlich-rechtlichen Körperschaften u.ä.
Nicht steuerpflichtig sind dagegen Einkommen wie Lottogewinne, das Kinderbetreuungsgeld oder das Pflegegeld. Bei der Veranlagung von Arbeitnehmern, die einmal im Jahr beim zuständigen Finanzamt des Wohnortes abgegeben wird, können die unterschiedlichsten Ausgaben geltend gemacht werden, was sich mindernd auf die Steuern in Österreich auswirken kann. Dazu gehören unter anderem Mehrkinderzuschläge, Pendlerpauschalen, Pflichtversicherungsbeiträge, Werbungskosten und Sonderausgaben.
Partner & Links zum Thema
Einkommen weltweit:
USAIm Jahr 2007 war nur in zwei Ländern das Pro-Kopf-Einkommen höher als in den USA. Damals betrug das durchschnittliche Jahreseinkommen in Amerika über 45.000 Dollar. Dennoch verdienen über 80 Millionen Amerikaner - ein Viertel der Bevölkerung - zu wenig, um damit ihre Familie ernähren zu können. Auch hier sind die USA einLand der Extreme - wohl kaum irgendwo anders bekommen Topverdiener so viel...
China
In der Stadt sind die Löhne höher als auf dem Land und der ausländische Arbeitnehmer verdient bei weitem mehr als der chinesische Kollege. Laut Statistiken liegt das Durchschnittseinkommen bei etwa 200 Euro im Monat, doch die UN geht von ganz anderen Zahlen aus.Unterschiedliche ZahlenGlaubt man den Statistiken, sohat jeder Chinese ein durchschnittliches Einkommen von etwa 200 Euro im Monat zur...
Frankreich
In Frankreich gibt es kontinuierliche Lohnerhöhungen. Besonders die Tariflöhne verzeichnen seit Jahren einen starken Anstieg. Aber auch allgemein sind die Einkommen seit Jahren gestiegen. Eine gute Niedriglohnpolitik ist auf dem Weg gebracht und bringt positive Veränderungen in den unteren Lohngruppen. Urlaubsgeld- und Weihnachtsgeldzahlungen sind in Frankreich normal.Die NiedriglohnpolitikDie...
Norwegen
Das Lohnniveau in Norwegen ist etwas höher als in Deutschland, allerdings verschlingen die höheren Abzüge und insgesamt höheren Lebenshaltungskosten auch deutlich mehr, so dass Sie finanziell insgesamt etwas weniger zum Leben haben als bei einer vergleichbaren Tätigkeit in Deutschland. Dies sollten Sie auch beachten, wenn sie selbst eine Firma in Norwegen gründen.Dass Ehepaare und Partner in...
Slowakei
Das durchschnittliche Einkommen der Einwohner in der Slowakei lag 2008 bei 696 Euro. Ab dem ersten Januar 2009 lag das gesetzliche Mindesteinkommen bei 295 Euro. Die Vorgaben zum Mindestlohn werden in der Slowakei allerdings nach Auskunft der Deutsch-Slowakischen Industrie und Handelskammer keineswegs immer eingehalten.Auch das angegebene Durchschnittseinkommen in der Slowakei trügt etwas, da...
Portal-Suche:
Aktuelle Umfrage 
Werbung:
Fachpublikation 
In Partnerschaft mit Gentlemen´s Digest

